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Das soziale Netzwerk „Xing“ und die Zeitschrift „Manager Magazin“ haben die aktuellen Einkommen in Deutschland verglichen. Für das Ergebnis wurden die Nutzer von „Xing“ und die Leser des „Manager Magazins“ befragt.

Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig. Am besten ist man als Arbeitnehmer ein Mann, wohnt in dem Süden der Republik und hat schon ein paar Mal den Job gewechselt. Dazu sollte man noch Jura, Wirtschaftswissenschaften oder Medizin studiert haben. Idealerweise kann man noch Auslandserfahrungen vorweisen.

Die Löhne und Einkommen variieren laut den Umfragewerten nach Geschlecht, Region, Studienfach, die Häufigkeit des Jobwechsels als auch der Auslandserfahrung. Das Durchschnittsgehalt liegt bei Beamten bei 47.500 Euro p.a., das von Angestellten bei 57.500 Euro. Die Einkommen der Selbstständigen und leitenden Angestellten liegen höher. Diese verdienen durchschnittlich 77.500 Euro. „Xing“ und das „Manager Magazin“ betonen, dass es sich bei den Angaben um Durchschnittswerte handelt. Die Unterschiede in den einzelnen Gruppen können bis zu 50 Prozent nach oben und unten schwanken.

Region und Geschlecht entscheiden

Die Region entscheidet beim Gehalt. In Stuttgart, München und in dem Rhein-Main Gebiet verdienen die Menschen durchschnittlich 62.500 jährlich. Arbeitnehmer aus Hamburg verdienen durchschnittlich 5.000 Euro weniger. Die Einkommen in Berlin liegen im Schnitt noch niedriger bei 47.500 Euro p.a.

Trotz vieler Maßnahmen zur Anpassung der Einkommen von Mann und Frau zeigt die Studie enorme Differenzen auf. Weibliche Vollzeit-Führungskräfte verdienen durchschnittlich 62.500 Euro, ihre männlichen Kollegen haben im Schnitt über 20.000 Euro mehr am Ende des Jahres auf dem Konto.

Das Richtige studieren

Ein weiteres Kriterium bildet das Studienfach. Mediziner verdienen laut der Umfrage im Schnitt 92.500 Euro jährlich. Das Gehalt von Wirtschaftsingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern beläuft sich auf 67.500 Euro im Jahr. Am wenigsten erhalten Absolventen der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften. Ihr Einkommen beträgt im Schnitt 47.500 Euro. Erwirbt ein Arbeitnehmer nach seinem Studium noch einen Doktortitel oder habilitiert sogar, erhöhen sich die Gehälter abermals. Ein leitender Angestellter im Alter zwischen 41 und 50 Jahren ohne Promotion und Professur verdient ungefähr 97.500 Euro p.a. Mit Titel steigt das Mediangehalt auf 112.500 Euro im Jahr.

Jobwechsel und Auslandsaufenthalte sind weitere Faktoren für mehr Lohn und Einkommen. Nach der Umfrage erhöht der Arbeitgeber in den meisten Fällen nochmals um zehn bis fünfzehn Prozent bei einem Jobwechsel. Als Beispiel bekommt ein Arbeitnehmer im mittleren Management im alten Job durchschnittlich 87.500 Euro im Jahr. Wechselt die Person den Arbeitgeber erhöht sich das Einkommen im Schnitt auf gute 97.500 Euro p.a. Bei mehrmaligen Wechseln können Arbeitnehmer sogar bis durchschnittlich 102.500 Euro verdienen. Nach Angaben von „Xing“ und dem „Manager Magazin“ charakterisiert ein Jobwechsel Flexibilität und Wahrnehmung von Aufstiegschancen bei dem Arbeitnehmer. Jedoch ist Vorsicht geboten: wechselt ein Arbeitnehmer mehr als viermal den Job, spricht das gegen ihn. Arbeitgeber vermuten dann eine unsteten Charakter und häufige Kündigungen.

Internationale Erfahrung

Auslandsaufenthalte wirken sich ebenfalls positiv auf die Lohnabrechnung aus. Nach Angaben von „XING“ und dem „Manager Magazin“ schätzen Arbeitgeber in Zeiten der Globalisierung Erfahrung mit anderen Kulturen. Führungskräfte im mittleren Management mit internationaler Erfahrung verdienen pro Jahr im Schnitt zwischen 97.500 Euro und 132.500 Euro.

Mehr als 118.000 Menschen nahmen an der Umfrage teil. Diese arbeiten als Freiberufler, Beamte, Angestellte, leitende Angestellte oder Vorstandschef. Weitere Informationen zu der Umfrage sind bei http://www.manager-magazin.de/ zu finden.