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Der Anteil der atypisch beschäftigten Personen in Deutschland nimmt zu. Waren 2013 38,6 Prozent aller Beschäftigungen auf geringfügiger Basis angestellt, so liegt die Quote für das Jahr 2014 bei rund 40 Prozent. Besonders hoch liegt die Quote in den westdeutschen Bundesländern.
In Ostdeutschland sind weniger Personen in Teilzeit beschäftigt. Dies ist auf eine größere Zahl der Ganztagsbetreuungsplätze und einem veränderten (Frauen-) Erwerbsmuster zurückzuführen.

Atypische Beschäftigung:

Jede Beschäftigungsform, die nicht die Merkmale eines „normalen“, d.h. vollsozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses aufweist, wird als atypische Beschäftigung bezeichnet. Als Normalarbeitsverhältnis gelten somit alle Beschäftigungen, die eine wöchentliche Arbeitszeit von knapp 40 Stunden aufweisen (Vollzeit), auf Basis eines unbefristeten Arbeitsvertrages geschlossen werden und aus denen volle Ansprüche aus den Sozialversicherungen erwachsen. Ebenfalls ist das Unternehmen, mit dem der Arbeitsvertrag geschlossen wird, auch das Unternehmen, in dem der Arbeitnehmer tätig ist.
Somit gelten Minijobs, Teilzeitarbeit und Zeitarbeit (Arbeitnehmerüberlassung) als atypische Beschäftigungsverhältnisse.